Wicker-Magazin 13. Ausgabe 2007 - Die Zeitschrift der Wicker-Gruppe


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Informationen zur documenta XII, Kassel 16.06. bis 23.09.2007

Die documenta gilt als eine der bedeu­tendsten und weltweit am meisten beach­teten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Ins Leben gerufen wurde sie 1955 von dem Künstler und Kunsterzieher Arnold Bode in Kassel. Nach den Jahren der nationalsozialistischen Diktatur sollte sie die deutsche Öffentlichkeit mit der internationalen Moderne und mit der eigenen gescheiterten Aufklärung konfron­tieren und versöhnen.

Niemand hätte damals gedacht, dass die Ausstellung, oft als "Museum der 100 Tage" bezeichnet, zu einem beispiellosen Erfolg werden sollte - und doch findet im Sommer 2007 die nunmehr zwölfte documenta statt. Der singuläre Charakter hat sich erhalten: Es wird alle fünf Jahre eine neue Leiterin, ein neuer Leiter bestimmt und die Ausstellung gleichsam neu erfunden. Ein Konzept, das sich bewährt hat. Bei der documenta 11 wurden über 650.000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Unter stets wechselnder Regie, und im ebenso gemächlichen wie unerbittlichen Rhythmus von fünf Jahren, ist die documenta zu einem weltweit verbindlichen Seismographen der zeit­genössischen Kunst avanciert: Auf jeder documenta zeigt es sich, ob es der Kunst gelingt, die Welt in Bilder zu fassen und ob diese Bilder für ihr Publikum Gültig­keit haben.

Roger M. Buergel ist künstlerischer Leiter der documenta 12
Künstlerischer Leiter der documenta 12 ist Roger M. Buergel, ein international tätiger Ausstellungsmacher und Kurator, der 1962 in Berlin geboren wurde. Mit der Kunsthistorikerin Ruth Noack als Kuratorin wird er, dem Anspruch der documenta gemäß, Kunst aus den verschiedenen Welt­religionen und aller Medien zeigen. Dabei sollen die Werke nicht beziehungslos aneinan­der gereiht, sondern zueinander ins Verhältnis gesetzt werden.


Die Leitmotive: Fragen an die Kunst und ihr Publikum

Um einen solchen produktiven Austausch anzustoßen, stellt die documenta 12 der Kunst, aber auch ihrem Publikum, einige Fragen:

  • Ist die Menschheit imstande, über alle Differenzen hinweg, einen gemeinsamen Horizont zu erkennen?
  • Ist die Kunst das Medium dieser Erkenntnis? 
  • Was ist zu tun, was haben wir zu lernen, um der Globalisierung seelisch und intellektuell gerecht zu werden? 
  • Ist das eine Frage ästhetischer Bildung? 
  • Was eigentlich macht das Leben aus, wenn man all das abzieht, was nicht wesentlich zum Leben gehört?
  • Hilft uns die Kunst auf die Sprünge, um zum Wesentlichen zu gelangen?

Allgemeine Informationen zur documenta 12

Ausstellungsdauer

16. Juni bis 23. September 2007
Öffnungszeiten

Täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr geöffnet
Eintrittskarten

Ab Herbst 2006 im Internet erhältlich und dann während der Ausstellung jederzeit bequem an zahlreichen
Verkaufsstellen vor Ort.

Eine Vorabbuchung ist nicht notwendig.

www.documenta.de

Weitere Informationen


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Fridericianum | Foto: Werner Maschmann | Copyright: documenta GmbH
Ken Lum | Foto: Werner Maschmann Copyright: documenta GmbH
Bodys Isek Kingelez | Foto: Werner Maschmann | Copyright: documenta GmbH
Fridericianum 55 | Foto: Günther Becker Copyright: documenta Archiv
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Aktualisiert am 19.02.2009 - Erstellt mit Zeta Producer Desktop CMS